Zwei große Schlachten fanden auf ostpreußischem Boden statt. Ihnen zu Ehren wurde das Tannenberg-Denkmal errichtet.
Das sogenannte Tannenberg-Denkmal wurde zur Erinnerung an Hindenburgs Sieg in der großen Schlacht mit der russischen Narew-Armee unter General Samsonow im August 1914 errichtet. Die Schlacht fand im Großraum Tannenberg-Ortelsburg statt. Die in der Geschichtsschreibung engebürgerte Bezeichnung Tannenberg-Schlacht knüpft bewusst an eine andere Schlacht an, in der der Deutsche Orden 1410 eine Niederlage erlitten hatte.
Die Mittel für den Bau des Denkmals stammten aus Spenden. Nachdem der Feldmarschall im Herbst 1924 eigenhändig den Grundstein gelegt hatte, begann man mit den Bauarbeiten. 1927 war das monumentale Nationaldenkmal auf ostpreußischem Boden fertig. Seine architektonische Form sollte an die Steinblöcke von Stonehenge erinnern, in dem man eine altgermanische Opferstätte sah. Der Entwurf stammte von den Berliner Architekten Walter und Johannes Krüger und wurde unter 381 eingegangenen Entwürfen vom Preisgericht des Tannenberg-Nationaldenkmal-Vereins ausgesucht. Den „altgermanischen“ Steinblöcken von Stonehenge entsprachen acht kreisförmig aufgestellte Türme von 20 m Höhe, die durch Ringmauern verbunden waren. Die als Baumaterial benutzten roten Steine sollten an die deutschen Ordensburgen erinnern. Außerdem fand Granit verschiedenster Farben Verwendung, der unter anderem für 14 Städtesteine benutzt wurde, in die man Wappen derjenigen ostpreußischen Städte einmeißelte, die im Ersten Weltkrieg in Mitleidenschaft gezogen wurden. An den „Weltkrieg“ erinnerten außerdem der Fahnen-, der Soldaten- und der Feldherrnturm, sowie Nischen mit verschiedensten Ehrentafeln, Büsten und sonstigen „Reliquien“. Zwischen dem benachbarten Städtchen Hohenstein (poln. Olsztynek) und dem Tannenberg-Denkmal wurde ein 7,5 Hektar großer Denkmalpark angelegt.
Die eigentliche Gedenkstätte innerhalb des Nationaldenkmals bildete eine Gruft, in der ursprünglich zwanzig unbekannte Soldaten ihre letzte Ruhestätte finden sollten. Bald mussten sie jedoch in zwei seitliche Gruften verlegt werden, um Platz für die Särge von Hindenburg und seiner Frau zu schaffen (sog. Hindenburg-Gruft). Das Begräbnis des Reichspräsidenten und Feldmarschalls am 7. August 1934 ist zu einer großen nationalen Kundgebung geworden. Im Oktober 1935 verfügte Hitler die Umbenennung des Monuments von „Nationaldenkmal Tannenberg“ zu „Reichsehrenmal“. Im Januar 1945 wurde es beim Rückzug der deutschen Truppen in die Luft gesprengt, um es vor der Schändung durch den Feind zu bewahren. Die Särge von Hindenburg und seiner Frau hatte man auf dem Seeweg evakuiert.